Franziskaner-Minoriten verkünden der Welt das 800-jährige Erbe des Hl. Franz von Assisi (1182-1226)

Seit Anfang dieses Jahres sehen und hören wir vermehrt von dem Heiligen Franz von Assisi. Den Grund dafür gibt der achthundertste Jahrestag seines Todes. Unbestritten kann man ihn als den Menschen bezeichnen, der den Lauf der Weltgeschichte verändert hat – und zwar ohne sich auf Geld oder Macht zu stützen.
Er war der Sohn eines reichen Kaufmanns, wählte aber ein Leben in Armut. Nach der Begegnung mit dem Herrn Jesus Christus tauschte er seinen Jugendtraum von ritterlichem Ruhm und Ehre gegen ein Leben frei von jedem Verlangen nach Hab und Geltung.
Nach dem Vorbild Jesu – sprach sich auch Franziskus los von jeder Art weltlicher Bindung, um allein Gott den Schöpfer seinen Vater zu nennen. Den Armen und Bedürftigen begegnete er wiederum mit Freude und Dankbarkeit, weil er sie als seine Geschwister zu lieben verstand.
Nun was ist konkret das Erbe und der Auftrag des Heiligen an unsere Zeit, in der so viele Szenarien eine eher trübe und unsichere Zukunft ausmalen? Die Antwort ist die Gleiche wie vor 800 Jahren: ein „Werkzeug des Friedens“ zu sein, um auch in der Zukunft:
*Gott mit Dankbarkeit anzusprechen,
*Menschen mit Respekt zu begegnen,
*die Welt mit Vernunft zu bewahren,
*sich selbst mit Liebe anzunehmen.
Der folgende Link führt zum katholischen, weltweit tätigen Netzwerk ETWN. Ein Video über Spiritualität, Geschichte und konkrete Hilfe im Geist des heiligen Franziskus.
Ein Jahr der Gnade auf den Spuren des heiligen Franziskus

Mit dem Dekret vom 10. Januar 2026, erlassen von der Apostolischen Pönitentiare auf Geheiß Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV., hat die Kirche ein besonderes Jahr des heiligen Franziskus ausgerufen, das vom 10. Januar 2026 bis zum 10. Januar 2027 dauert.
Während dieses Zeitraums kann anlässlich des 800. Todestages des Heiligen Franz von Assisi ein vollkommener Ablass erlangt werden. Der Papst schenkt diese Zeit nicht nur der Franziskanerfamilie, sondern der gesamten Kirche, damit der 800. Todestag zu einer Gelegenheit für wahre spirituelle Erneuerung werde.
Das Dekret erinnert daran, dass der heilige Franziskus auch heute noch von großer Bedeutung ist, und ermutigt alle, „dem Beispiel des seraphischen Patriarchen zu folgen und in unserer Zeit heilig zu werden“, indem sie Hoffnung in konkrete Liebe und ein Engagement für den Frieden umsetzen.
Ein vollkommener Ablass wird unter den üblichen Bedingungen gewährt:
sakramentale Beichte, Empfang der Eucharistie, Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters
Abkehr von jeglicher Anhänglichkeit an die Sünde und kann auch für Seelen im Fegefeuer erbeten werden.
Er steht Mitgliedern franziskanischer Familien und kirchlicher Gemeinschaften zu, die vom Charisma des heiligen Franziskus inspiriert sind, sowie allen Gläubigen, die im Laufe des Jahres im Rahmen einer Pilgerreise eine franziskanische Kirche oder einen dem Heiligen geweihten Ort besuchen, an Jubiläumsfeiern teilnehmen oder innehalten, um zu beten und zu meditieren: mit dem Vaterunser, dem Glaubensbekenntnis, Anrufungen der Jungfrau Maria,
des heiligen Franziskus, der heiligen Klara und der Heiligen der franziskanischen Familie abzuschließen.
Besonderes Augenmerk gilt den Alten, Kranken und jenen, die ihr Zuhause nicht verlassen können: Auch sie können einen vollkommenen Ablass erlangen, indem sie sich geistlich mit den Feierlichkeiten zum Jahrestag verbinden und ihre Leiden und Gebete Gott darbringen. Die Apostolische Pönitentiare ermutigt die Priester in diesem Zusammenhang, das Sakrament der Versöhnung großzügig zu spenden, damit diese Zeit wahrhaftig eine Zeit der Barmherzigkeit sei.
Das Jahr des heiligen Franziskus erscheint somit als eine lang ersehnte Zeit, als eine allen angebotene Gnade, damit, wie der Papst hofft, „Gefühle christlicher Nächstenliebe und ein aufrichtiges Verlangen nach Harmonie und Frieden unter den Völkern“ in den Herzen neu entfacht werden.

