Seit einem Vierteljahrhundert heißt es nun schon „St. Felix für Uganda“. Und auch am Wochenende kamen die Menschen in Scharen, um sich beim 23. Ugandafest mit den Ärmsten in dem ostafrikanischen Land solidarisch zu zeigen.
Bereits beim Auftakt-Gottesdienst am Samstagabend war die Felixkirche nahezu vollbesetzt. Guardian Pater Stanislaus freute sich, dass die Mini-Band „Heavens Beat“ aus Parkstein mit ihrer „himmlischen Musik“ die Messe umrahmte. Er dankte allen für 25 Jahre Hilfe für Uganda.
Anschließend füllte sich der lauschige Klosterhof zum stimmungsvollen Festabend, den in diesem Jahr Brigitte Traeger gestaltete.
Die aus Funk und Fernsehen bekannte Sängerin erwies sich als absoluter Glücksgriff. Diesmal nicht mit geistlichen Liedern, sondern passend zum Anlass mit volkstümlicher Musik brannte die nur wenige Meter entfernt im ehemaligen Kreiskrankenhaus geborene Künstlerin ein zweistündiges Feuerwerk an Schlagern („Sag Dankeschön mit roten Rosen“), Heimatliedern („Tief drin im Böhmerwald“), Evergreens („Viva Colonia“) oder bekannten Opernmelodien („Ach, ich hab in meinem Herzen da drinnen“) ab. Bei „Sierra Madre“ erreichte die Stimmung den Höhepunkt. Viele Besucher drängten sich klatschend vor der Bühne, und eine Polonaise zog durch den Klosterhof.
Nach kurzer Nacht folgte am Sonntagvormittag der Open-Air-Festgottesdienst, den nun schon zum dritten Mal die Gruppe „Friends for Uganda“ von Christine Schindler schwungvoll mit modernen Liedern umrahmte.
Zelebrant Pater Stanislaus kehrte in der Predigt noch einmal auf das Tages-Evangelium zurück. Jesus sendet seine 72 Jünger aus, um das Evangelium zu verkünden und sie kehren voller Freude zurück. „Diese Szene brauchen wir uns nicht mit Mühe und Fantasie vorzustellen, wir kennen sie und haben sie immer wieder hautnah erlebt, wenn Missionar Pater Stanislaus Strojecki aus Uganda bei unserem Ugandafest mit großer Begeisterung und mitreißender Freude von seiner Arbeit in Kakooge und Matugga erzählt, ja geschwärmt hat“, erinnerte der Guardian.
„Wir bekamen das Gefühl und die Gewissheit, dass die Verkündigung der Frohen Botschaft und durch ganz konkrete menschliche Hilfe Europa mit Afrika verbindet, fuhr der Franziskaner-Minorit fort. „Und das ist die wahre Freude und auch der Stolz dieses Ortes, der seinem Patron, dem hl. Felix, alle Ehre erweist und sein Charisma fortleben lässt.“ Und, wie es der Ordensmann immer wieder erfährt, die Herzen der Menschen für die Liebe und aufmerksame Zuwendung für die Hilfsbedürftigen in Afrika weit öffnet. Die Menschen rund um den Felixberg geben seit 25 Jahren eine konkrete Antwort, wie man am Glück des Anderen mitwirken kann. Sie verbinden den persönlichen Glauben an Gott mit der tätigen Nächstenliebe.
Mit „Polka-Hits im Happy Sound“ von James Last eröffnete das Akkordeon-Orchester der Musikschule mit Leiter Jürgen Eckert den Weißwurst-Frühschoppen. Ein Medley mit bekannten Titeln der Gruppe Abba präsentierte das Schifferklavier-Ensemble neben italienischen Pop-Songs.
Nach der Mittagspause sorgte die Stadtkapelle mit Sänger Rudi Bergmann unter der versierten Leitung von Karl Wildenauer mit gediegener Unterhaltungsmusik für Stimmung. Nicht fehlen durften dabei auch die Stücke „Amselpolka“, „Rot blüht der Mohn“, „Gablonzer Perlen“, „Wir Musikanten“, „Böhmische Liebe“ und „Rauschende Birken“. Der Kapellmeister bat so machen Prominenten zum Dirigat.
Attraktionen waren wieder ein kaum zu überbietendes Kuchenbuffet und der riesige Flohmarkt, an dem sich an beiden Tagen die Schnäppchenjäger tummelten. Und auch die kleinen Besucher hatten keine Langeweile. Viele Buben und Mädchen ließen sich schminken oder belegten ihren Hefeteig, der sich in wenigen Minuten in eine leckere Pizza verwandelte.